Jahresberichte
Kommunale Abstimmungen und Wahlen
| 18. Juni 2023 | Ja | Nein | Stimmbe-teiligung |
|---|---|---|---|
| Beitrags- und Gebührenordnung im Bau- und Erschliessungswesen | 997 | 450 | 31.04% |
| Beitritt zum Abwasserverband Thurau (AVT) | 1’191 | 330 | 31.96% |
| 26. November 2023 | Ja | Nein | Stimmbe-teiligung |
|---|---|---|---|
| Erweiterung der bestehenden Deponiezone «Fuchsbüel», von Landwirtschaftszone beziehungsweise Wald zu Deponiezone | 631 | 469 | 22.68% |
Gemeinderat
Zusammensetzung
Der Gemeinderat setzt sich aus dem Gemeindepräsidenten als Vorsitzender, der Präsidentin der Schulkommission und fünf weiteren Mitgliedern zusammen. Die Sirnacher Gemeindebehörde ist nach dem Ressortsystem organisiert.
Aufgaben
Dem Gemeinderat obliegt die politisch-strategische Führung der Gemeinde und somit ist er für eine Vielzahl von Aufgaben zuständig. Seine Aufgaben und Kompetenzen sind in der Gemeindeordnung detailliert festgehalten. Der Gemeinderat ist jeweils für vier Jahre gewählt. Ende Mai 2023 endete die Legislatur 2019 – 2023. Vier von sieben Gemeinderäten/innen haben ihr Amt niedergelegt, unter anderem Gemeindepräsident Kurt Baumann und Schulkommissionspräsident Urs Schrepfer. Beat Schwarz wurde als neuer Gemeindepräsident gewählt und hat sein Amt am 1. Juni 2023 angetreten. Ebenfalls neu in den Gemeinderat eingetreten sind Nicole Kellenberger, Schulkommissionspräsidentin, Pascal Müller und Beat Meier. Bereits auf Ende 2023 hat Beat Meier aus beruflichen Gründen seinen Rücktritt bekannt gegeben. Die Neuwahlen wurden auf den 3. März 2024 angesetzt.
Im Berichtsjahr befasste sich der Gemeinderat im Rahmen von 16 Sitzungen mit insgesamt 269 Geschäften. Es handelte sich um Geschäfte aus den Bereichen Verwaltung und Finanzen, Hoch- und Tiefbau, Sicherheit, Umwelt, Ver- und Entsorgung, Planung und Verkehr, Bildung, Soziales, Jugend, Alter und Gesundheit. Die Tatsache, dass der Grossteil der Geschäfte wie Arbeitsvergaben, Strassensanierungen, Hochwasserschutz, Verkehrs- oder Planungsfragen betraf, zeigt, dass das Interesse am Standort Sirnach hoch ist – sei dies von der Lage, Grösse, Bildungsmöglichkeit, Verkehrsanbindung oder der Infrastruktur her.
Im „Sirnachaktuell“, dem Publikationsorgan der Gemeinde Sirnach, hat der Gemeinderat auch im vergangenen Jahr monatlich und ausführlich über seine Beschlüsse, Wahlen und Vorhaben informiert. Auf eine detaillierte Wiederholung dieser Berichterstattungen in diesem Jahresbericht wird deshalb verzichtet und stattdessen nur auf besondere Geschäfte oder Projekte eingegangen.
Entwicklung Flurhof/Obermatt
Auf die Ausschreibung für die Abgabe der Grundstücke Nr. 445 und 456 sind lediglich drei Bewerbungen eingegangen. Der Lenkungsausschuss hat beschlossen, die Ausschreibung nochmals durchzuführen, jedoch ohne Erfolg. Es blieb schlussendlich bei den drei Eingaben, wovon eine durch die Jury als ungenügend abgeschrieben wurde. Das Programm wurde neu aufgesetzt. Die beiden Anbieter haben durch das neue Verfahren detailliertere Planunterlagen einzureichen. Die Projektbeurteilung ist im Juni 2024 vorgesehen.
Neues Abfallreglement
An der Gemeindeversammlung im Mai 2023 hat das Stimmvolk das neue Abfallreglement genehmigt. Ausser die Anpassungen im Zusammenhang mit den Unterflurbehältern wurden keine grossen Veränderungen vorgenommen.
Dreifachsporthalle Grünau
Die Planung der Dreifachsporthalle Grünau wurde durch die Baukommission vorangetrieben. So konnten im Juni 2023 die Unternehmer bestimmt werden, die zur Einreichung eines Projektangebots eingeladen wurden. Im Dezember 2023 hat der Gemeinderat den Zuschlag als ausführender Totalunternehmer der Firma Krattiger in Amriswil vergeben. Die Abstimmung über den Kredit für den Neubau der Dreifachturnhalle ist für den Juni 2024 vorgesehen.
Projekt PV Anlagen auf gemeindeeigenen Dächern
Zusammen mit der EW Sirnach AG wurden die gemeindeeigenen Dächer evaluiert, die sich für den Bau einer PV Anlage eigenen. Dabei wurden elf Gebäude festgehalten, die mit einer entsprechenden Anlage versehen werden sollen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben an der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2022 dem Rahmenkredit in der Höhe von CHF 900’000.00 für die Umsetzung zugestimmt.
Legislaturziele
Durch den Start der neuen Legislatur hat der Gemeinderat die Legislaturziele 2023 – 2027 erarbeitet. Diese wurden im Sirnachaktuell veröffentlicht. Der Gemeinderat hat gemeinsam mit der Geschäftsleitung auch die entsprechenden Massnahmen erarbeitet. Ziel ist es, diese laufend im Gemeinderat zur Diskussion und Weiterbearbeitung zu traktandieren.
| Förderung des sozialen Zusammenlebens Generationenübergreifende Aktivitäten werden ausgebaut. Die soziale, physische und psychische Sicherheit soll gestärkt und die kulturelle Vielfalt gefördert werden. |
Ausbau eines nachhaltigen Verkehrs Das Verkehrsaufkommen im Dorfzentrum soll entlastet und die Verkehrsstaus reduziert werden. Die Verkehrssicherheit für Jung und Alt soll erhöht werden und Verkehrsauflösungen sorgen für mehr Lebensqualität. Der Langsam- und der öffentliche Verkehr soll ausgebaut werden. |
| Stärkung der Gesundheit Ausbau des kulturellen Angebots und Etablierung der Gemeinde Sirnach als regionaler Kulturhauptort. Stärkung der Vereinslandschaft und deren Jugendförderung. Sicherung der ärztlichen Grundversorgung und Förderung der Gesundheitsprävention. |
Schonungsvoller Umgang mit den Ressourcen Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt soll gesteigert werden. Die Produktion von nachhaltiger Energie wird erhöht und die Versorgungssicherheit gewährleistet. |
| Gewerbe unterstützen, Arbeitsplätze sichern Das lokale Gewerbe soll prioritär und nachhaltig berücksichtigt werden. Gewerbliche Neuansiedlungen werden gefördert und bestehende und neue Arealentwicklungen werden massvoll vorangetrieben. |
Neugestaltung der Gemeindekultur Miteinbezug der Bevölkerung in den politischen Meinungsbildungsprozess mit neuen Kommunikationsformen werden erhöht. Vertrauen soll geschaffen werden und Fehlerkultur akzeptiert. Förderung der Teambildung und der Einheit der Gemeinde unter Berücksichtigung von regionalen Kompetenzzentren. |
Projekt Regionale Feuerwehr
Das Projekt einer regionalen Feuerwehr zwischen den Gemeinden Münchwilen, Eschlikon, Bichelsee-Balterswil, Wängi, Fischingen und Sirnach wurde weiter vorangetrieben. Ziel ist es nach wie vor, den Sicherheitsverbund im Jahr 2026 in Betrieb zu nehmen. Aktuell haben noch nicht alle Gemeinden entschieden, ob sie dem Sicherheitsverbund beitreten wollen oder nicht. Fischingen wird definitiv nicht mit dabei sein und weiterhin eigenständig bleiben.
Ständige Kommissionen
Der Gemeinderat ist gestützt auf die Gemeindeordnung befugt, einzelne Aufgaben und Befugnisse einem aus seinen Mitgliedern gebildeten Ausschuss, dem Gemeinde- oder Schulpräsidium, einem einzelnen Mitglied oder der Gemeindeverwaltung zu übertragen. Er bestellt für beratende, begutachtende oder überwachende Aufgaben Kommissionen mit und ohne selbständige Entscheidungsbefugnis, soweit dies ein Gemeindereglement oder ein Gemeindebeschluss verlangt oder er es für zweckmässig erachtet. Der Gemeinderat erteilt die Aufträge und die Kommissionen wiederum erstatten dem Gemeinderat Bericht und stellen die notwendigen Anträge.
Alle Mitglieder der ständigen Kommissionen sind für die Legislatur 2023 – 2027 gewählt.
Die nachfolgend aufgeführten ständigen Kommissionen haben sich im Berichtsjahr zwecks Bearbeitung fachbezogener Geschäfte regelmässig oder nach Bedarf zu Sitzungen getroffen.
| Ständige Kommissionen (mit selbständiger Entscheidungsbefugnis) |
2020 | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|---|
| Baukommission | 14 | 13 | 13 | 12 |
| Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission | 2 | 2 | 4 | 4 |
| Fürsorgekommission | 5 | 7 | 7 | 8 |
| Schlichtungsbehörde Mietwesen | 5 | 5 | 6 | 8 |
| Ständige Kommissionen (ohne selbständige Entscheidungsbefugnis) |
2020 | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|---|
| Bibliothekskommission | 1 | 2 | 2 | 2 |
| Friedhofkommission | 1 | 1 | 1 | 2 |
| Kommission Kinder- und Jugendpolitik Sirnach | 3 | 1 | 5 | 4 |
Geschäftsleitung
Die Geschäftsleitung ist das operative Führungsorgan der Gemeindeverwaltung. Die Gemeindeschreiberin führt die Gesamtverwaltung in der Doppelfunktion der Verwaltungsleitung und hat den Vorsitz der Geschäftsleitung.
Die Aufgaben der Geschäftsleitung sind vielseitig und in der Verordnung des Gemeinderates über die Geschäftsleitung der Gemeindeverwaltung geregelt. Sie beinhalten unter anderem die Umsetzung von Vorgaben des Gemeinderates auf operativer Ebene, die Beratung und Unterstützung des Gemeinderates in strategischen Fragen, die Erarbeitung der Legislaturziele und der Unternehmensstrategie gemeinsam mit dem Gemeinderat oder die Bearbeitung von zentralen Themen wie Ablauforganisation und Personalführung, Kommunikation, Qualitätsmanagement oder Raumbeschaffung.
Die Geschäftsleitung traf sich im Berichtsjahr zu 14 Sitzungen und befasste sich mit folgenden Themen:
- Steter Austausch mit dem Gemeindepräsidenten sowie mit der Personalvertretung
- Überarbeitung Notfallhandbuch für die einzelnen Liegenschaften
- Weiterbildungen im Rahmen von Workshops, Tagungen etc.
- Genehmigung von Weiterbildungen für das Gemeindepersonal
- Wahl der neuen Bereichsleiterin Steuern, Claudia Huldi
- Erneuerung der Mitarbeiterfotos
- Evaluation und Kauf der Software für das Gebäudemanagement und die Immobilienbewirtschaftung
- Überprüfung der Umsetzungsplanung IT-Strategie
- Regelmässige Überprüfung der Ferien- und Überstundensaldi
Die Geschäftsleitung setzt sich per 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen (v.l.n.r): Manuela Fritschi, Gemeindeschreiberin/Verwaltungsleiterin; Marc Guler, Leiter Abteilung Finanzen & Steuern; Jeannine Kübler, Leiterin Abteilung Soziale Dienste; Charlotte Steinacher, Leiterin Abteilung Schulverwaltung, Wolfgang Bosshart, Leiter Abteilung Bau & Liegenschaften
Personelles
Eintritte
01.01.2023 Stalder Stefanie, Mitarbeiterin Soziale Dienste, 90%
01.01.2023 Gutweniger Verena, Mitarbeiterin Asylbereich, Kleinpensum
01.01.2023 Ehrat Severine, Sachbearbeiterin Schulverwaltung, 40%
01.01.2023 Claudia Baldegger, Sachbearbeiterin Bau & Liegenschaften, 80%
01.01.2023 Zefi Everlina, Aufsichtsperson Hallenbad, Kleinpensum
01.02.2023 Bosshart Wolfgang, Abteilungsleiter Bau & Liegenschaften, 100%
01.03.2023 Maier Alexandra, Verantwortliche Personaladministration, 60%
01.03.2023 Rodrigues Sven, Mitarbeiter Sirnacher Randzeitenbetreuung, 20%
01.03.2023 Winzenried Sabine, Sachbearbeiterin Kanzlei, 60%
01.04.2023 Kündig Désirée, Mitarbeiterin Soziale Dienste, 90%
01.08.2023 Schneider Silvia, Mitarbeiterin Sirnacher Randzeitenbetreuung, 10%
01.08.2023 Toma Mario, Lernender Kaufmann, 100%
01.08.2023 Van den Burg Teon, Sachbearbeiter Einwohnerdienste & Finanzen, 100%
15.08.2023 Yassine Sarah, Mitarbeiterin Sirnacher Randzeitenbetreuung, 20%
15.08.2023 Grande Diana, Verantwortliche Personaladministration, 60%
15.09.2023 Frey Alexander, Betreuungsperson Asylbereich, 10%
15.09.2023 Schädler Anita, Aushilfe Bibliothek, Kleinpensum
25.09.2023 Beshiri Agneta, Mitarbeiterin Randzeitenbetreuung, 10%
01.10.2023 Herzig Claudia, Mitarbeiterin Soziale Dienste, 90%
01.11.2023 Walder Celina, Sachbearbeiterin Kanzlei, 80%
Austritte
31.01.2023 Hofstetter Cornelia, Mitarbeiterin Soziale Dienste, 70%
31.01.2023 Samuel Weber, Mitarbeiter Soziale Dienste, 40%
09.04.2023 Maier Alexandra, Verantwortliche Personaladministration, 60%
31.07.2023 Antonini Barbara, Mitarbeiterin Bau & Liegenschaften, 50%
31.07.2023 Van den Burg Teon, Lernender Kaufmann, 100%
31.07.2023 Manser Romy, Sachbearbeiterin Kanzlei, 20%
31.07.2023 Rodrigues Sven, Mitarbeiter Sirnacher Randzeitenbetreuung, 20%
30.09.2023 Stalder Stefanie, Mitarbeiterin Soziale Dienste, 90%
31.12.2023 Winzenried Sabine, Sachbearbeiterin Kanzlei, 60%
31.12.2023 Van den Burg Teon, Sachbearbeiter Einwohnerdienste, 100%
Dienstjubiläen (ohne Behördenmitglieder)
01.01.2023 Asprion Carmen, Bibliothek, (20 Jahre)
01.02.2023 Baumann Monika, Liegenschaftsbewirtschaftung (10 Jahre)
01.07.2023 Jürg Messmer, Tiefbau, Verkehr und Entsorgung (10 Jahre)
01.07.2023 Marion Erlenhardt, Jugend- und Familiennetz (10 Jahre)
01.08.2023 Scherrer Gertrud, Bibliothek, (15 Jahre)
01.11.2023 Charlotte Steinacher, Schulverwaltung (30 Jahre)
Pensionierungen
31.03.2023 Schuster Yolanda, Mitarbeiterin Soziale Dienste, 40%
Einwohnerdienste
Am 31. Dezember 2023 zählte die Gemeinde Sirnach 8’069 (Vorjahr 7’949) Einwohnerinnen und Einwohner. Davon sind:
Schweizer 6’101 (Vorjahr 6’020)
Ausländer 1’968 (Vorjahr 1’929)
Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung beträgt 24.4% (Vorjahr 24.3%).
Zuzüge
In Sirnach zugezogene Personen 624
Wegzüge
Von Sirnach weggezogene Personen 533
Geburten
Kinder, die in Sirnach wohnhaft sind 84
Jungen 50
Mädchen 34
Schweizer 69
Ausländer 15
Todesfälle
Im Jahr 2023 verstorbene Einwohner 55
Dienstleistungen
Die Einwohnerdienste bedienen nebst den internen Dienststellen die Bürgergemeinde, die EW Sirnach AG, die Polizeiposten, das Betreibungsamt sowie die Kirchgemeinden laufend mit Mutationen, damit diese auch dort erfasst werden können. Die Daten werden gemäss Datenschutzgesetz weitergeleitet.
Im Berichtsjahr 2023 wurden folgende Dienstleistungen am Schalter erbracht:
340 Identitätskarten
359 Wohnsitzbestätigungen
51 Handlungsfähigkeitszeugnisse
92 Lebensbescheinigungen oder Personalienbestätigungen
907 Ausländerausweise wurden für Verlängerungen, Adressänderungen und Neuanfertigungen dem Migrationsamt des Kantons Thurgau weitergeleitet und den Besitzerinnen und Besitzern wieder ausgehändigt.
6 Gesuch zur Einladung eines Besuchers aus einem visumpflichtigen Land wurde bearbeitet und Abklärungen vorgenommen.
27 Gesuche zur Bewilligung von Familiennachzügen wurden bearbeitet und Abklärungen vorgenommen.
88 Anträge für einen Führerausweis wurden entgegengenommen, kontrolliert und dem Strassenverkehrsamt zur Ausstellung weitergeleitet.
Tageskarte Gemeinde
Im Jahr 2023 wurden 91% aller verfügbaren Tageskarten verkauft. Die Gemeinde Sirnach bot ihren Einwohnerinnen und Einwohnern den Verkauf von sechs Karten pro Tag bis 30. November 2023 an. Anschliessend wird eine neue Form der Gemeinde-Tageskarten, zusammen mit den SBB, angeboten, welche ein schweizweites Kontingent beinhaltet. Auch diese Spartageskarten-Gemeinde sind geeignet für einen Ausflug, Ferien oder eine Geschäftsreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
AHV-Zweigstelle
Im Jahr 2023 wurden folgende Leistungen an Rentnerinnen und Rentner mit Wohnsitz in Sirnach ausbezahlt: (Daten gemäss Sozialversicherungszentrum Thurgau)
AHV-Renten: CHF 4’902’211
IV-Renten: CHF 3’403’700
HE AHV-Leistungen: CHF 286’453
HE IV-Leistungen: CHF 219’024
EL AHV-Leistungen: CHF 2’179’732 exkl. EL-IPV
EL IV-Leistungen: CHF 1’603’373 exkl. EL-IPV
KK AHV-Leistungen: CHF 174’157
KK IV-Leistungen: CHF 153’022
Anzahl Bezügerinnen und Bezüger per 31. Dezember 2023:
(Daten gemäss Sozialversicherungszentrum Thurgau)
AHV: 681
IV: 189
HE-AHV: 31
HE-IV: 23
AHV-EL: 149
IV-EL: 121
Bibliothek
Statistik
Die Bibliothek sollte ein ansprechendes und aktuelles Sortiment an Medien führen. Die professionelle Pflege des Medienbestandes, zeigt sich schlussendlich in den Statistikzahlen. Er sollte nicht nur aktuell sein, sondern sich den Bedürfnissen seiner lesenden Kundschaft anpassen. Denn, nicht nur die Zahlen sind wichtig, sondern die Zufriedenheit unserer Nutzenden.
Ausleihe
Viele Nutzende bevorzugen das physische Buch, andere lesen gerne digital.
Die Ausleihen der physischen Medien waren in der 30-jährigen Geschichte der Bibliothek noch nie so hoch. 63’637 Medien fanden den Weg zu unseren Nutzenden, 2’850 mehr als im Vorjahr. Auch im Digitalen Bereich zeigen die Ausleihzahlen eine Steigerung von 399 Medien. So wurden im Berichtsjahr 8287 digital ausgeliehen.
Bestand der physischen Medien
Nebst vielen Neuheiten, die auf Bestsellerlisten stehen oder von den aktuellen politischen Herausforderungen erzählen, auf Trends eingehen oder sonst lesenswert sind, erfüllten wir auch viele Kundenwünsche.
Neukunden
Im Berichtsjahr haben 534 Erwachsene die Bibliothek regelmässig genutzt und 834 Kinder und Jugendliche. Jede Woche tragen sich neue KundenInnen in der Bibliothek neu ein und können so die Dienstleistungen der Bibliothek nutzen.
Veranstaltungen
Das 2023 wird wohl als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem wieder alles ganz gewohnt seinen Lauf nahm. Kamen im 2022 die Besuchenden noch zaghaft an die Veranstaltungen, waren die Events im Berichtsjahr sehr gut besucht. Unser breitgefächertes Programm kam bei den Besuchenden sehr gut an.
Lesungen
Christina Ragettli erzählte aus ihrem Buch «Von Wegen – Eine Frau allein auf der Via Alpina».
Kreative Events
Mit verschiedenen Brush Pens konnten die Teilnehmenden lernen, wie einfach und unkompliziert Lettering Kunstwerke entstehen können.
Beim Bastelmorgen mit Papier entstanden Windlichter mit Papierkränzchen.
Spiele für die ganze Familie, hiess es an einem Samstagnachmittag.
Das Haus Winterthurerstrasse 15 verwandelt sich in ein Spielparadies.
Wir haben ausgemistet! Der Bücherflohmarkt lockte viele Bücherfuns an.
Vorträge und Workshops
Der Vortrag «Wie kann ich Food Waste» verhindern, war eine lehrreiche Veranstaltung.
Auch beim Wildkräuter Workshop gingen die Teilnehmenden mit viel Wissen nach Hause.
Der Vortrag «Humor – Eine heitere Alltagshilfe» verblüfte mit vielen einfachen Übungen und Ideen für den Alltag.
In einem anderen Workshop konnten selber Shampoo, Deodorant und Zahnpaste herstellen werden.
Kinderveranstaltungen
«Gschichte Chischte», «Buchstarts», die «Schweizer Erzählnacht», der «Weihnachtszauber», und das erste «Kinderkino» waren unsere Anlässe für Kinder. Alle Veranstaltungen waren beliebt und schnell ausgebucht.
Unsere erste Bilderausstellung mit Maja Fischli war ein voller Erfolg und verwandelte unseren Mehrzweckraum in eine Galerie.
Beauty and More hiess das Thema der ersten Lady-Night. Die Teilnehmerinnen haben einen gemütlichen Abend miteinander verbracht.
Zum 30-jährigen Bestehen der Bibliothek luden wir alle Nutzenden und Freunde zu einem kleinen Umtrunk ein. Zugleich hatten wir mit diesem Punsch und Glühweinabend einen schönen Ausklang des Veranstaltungsjahres.
Schule
Ein ansprechendes Medienangebot und dem Alter angepasste Bibliothekseinführengen geben uns einen guten Grundstein, um mit den Klassen und Kindergärten in der Bibliothek zu Arbeiten. Kindern frühzeitig eine anregende Umgebung bieten, die zu Lesefreude und Lesemotivation führt, steht im Mittelpunkt unserer Arbeit mit der Schule.
Ausblick
In den Richtlinien der öffentlichen Bibliotheken von Bibliosuisse steht folgendes: «Die ideale Bibliothek steht am zentralsten Ort ihres Einzugsgebiets, strahlt ein eigenes architektonisches Profil aus, ist täglich 12h zugänglich und lädt dank ihrer Möblierung zum Lesen und Verweilen ein. Ihr Medienangebot soll höchstens 5 Jahre alt sein und als ideale Bibliothek in der Bildungs- und Kulturpolitik eine zentrale Rolle spielen.»
Einige Punkte haben wir erreicht, doch bleibt die spannende Herausforderung sich als Bibliothek Sirnach weiterhin zu entwickeln und den Fokus auf eine Bibliothek der Zukunft zu richten.
Carmen Asprion
Kanzlei
Im Jahr 2023 wurden für insgesamt 60 verstorbene Personen Bestattungen in Sirnach organisiert. Davon stammten 56 Personen aus der Gemeinde Sirnach.
| Todesfälle | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Verstorbene Einwohner | 72 | 65 | 60 |
| Bestattungsart | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Erdreihengrab | 13 | 1 | 7 |
| Erdbestattung in Familiengrab | 0 | 1 | 0 |
| Urnenreihengrab | 21 | 8 | 7 |
| Urnenbeisetzung in Gemeinschaftsgrab | 21 | 28 | 18 |
| Urnennische | 2 | 5 | 4 |
| Urnenbeisetzung in bestehendes Grab | 8 | 0 | 2 |
| Urnenbeisetzung in Familiengrab | 1 | 1 | 0 |
| Urnenmauer | 4 | 1 | 0 |
| Bestattungsort | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Total Beisetzungen unterer Friedhof | 34 | 25 | 28 |
| Total Beisetzungen oberer Friedhof | 29 | 20 | 10 |
| Beisetzung in anderer Gemeinde oder Ausland | 7 | 9 | 7 |
Seit der Inkraftsetzung der neuen Gemeindeordnung auf 1. Dezember 2023 behandelt der Gemeinderat die eingehenden Einbürgerungsgesuche in eigener Kompetenz. Nach der Genehmigung im Gemeinderat erfolgt jeweils die Einbürgerung auf Bundesebene und abschliessend auf Kantonsebene durch den Grossen Rat Thurgau.
Das Kantonsbürgerrecht verleiht dem Schweizer Bürgerrecht Wirkung.
Folgende Sirnacherinnen und Sirnacher haben im Jahr 2024 das Schweizer Bürgerrecht erhalten:
- Elmazi, Blerin
- Rahimi, Shkurte
- Nösel, Thomas
- Colaci, Francesco Antonello
- Di Cataldo-Viola, Agnese und Giuseppe mit Giulia und Simona
- Salai, Bajram
- Koch-Hensel, Katharina mit Hannah Antonia
- Kapic-Jasic, Ermina mit Adis und Edis
- Jusovic, Elvedin
- Salai, Bedzet
- Shabani, Albina
- Celik, Hüseyin
- Bekjiri, Azbi
- Rahimi, Samir
- Dürr, Julia Christina
Gestützt auf das Gastgewerbegesetz des Kantons Thurgau hat die Patentbehörde folgende Bewilligungen erteilt:
| Was | 2021 | 2022 | 2023 |
|---|---|---|---|
| Neues Wirtschaftspatent | 0 | 5 | 3 |
| Neuer Beherbergungsbetrieb | 0 | 1 | 0 |
| Neue Kioskwirtschaften oder Imbissstände | 0 | 4 | 6 |
| Rückzug des Wirtschaftspatents | 2 | 1 | 0 |
| Entzug Wirtschaftspatent | 0 | 0 | 0 |
| Bewilligung/Erneuerung Gelegenheitswirtschaften | 3 | 1 | 0 |
| Bewilligung für Vereinswirtschaften | 0 | 0 | 0 |
| Handel mit alkoholischen Getränken | 0 | 0 | 1 |
In allen Kantonen gibt es kantonale, regionale oder kommunale Schlichtungsbehörden für Miet- und Pachtverhältnisse. Diese sind dazu verpflichtet, Mieterinnen und Mieter wie auch Vermieterinnen und Vermieter in sämtlichen Mietfragen zu beraten. Bei Streitigkeiten dieser Parteien bezüglich eines Mietvertrages streben die Schlichtungsbehörden gütliche Einigungen an. In einigen Fällen (Kündigung, Erstreckung des Mietverhältnisses und Verwendung von hinterlegten Mietzinsen) können sie Entscheide fällen.
Bei Streitigkeiten aus dem Mietverhältnis unbeweglicher Sachen ist die Schlichtungsbehörde am Ort der gelegenen Sache zuständig. Das heisst, die Schlichtungsbehörde Sirnach ist für das Gebiet der Gemeinde Sirnach (Sirnach, Busswil, Littenheid, Horben und Wiezikon) zuständig. Seit dem 1. August 2023 ist die Schlitungsbehörde Sirnach ebenfalls für das Gebiet der Gemeinde Münchwilen (Münchwilen und St. Margarethen) zuständig. Der Wohnsitz der Parteien spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Im Berichtsjahr wurden insgesamt fünfzehn Schlichtungsbegehren eingereicht. Davon konnten sechs Eingaben durch Rückzug als erledigt abgeschrieben werden und sieben Schlichtungsverhandlungen wurden durchgeführt. Der Schlichtungstermin für zwei Schlichtungsbegehren, welche gegen Ende des Berichtsjahres aus der Gemeinde Münchwilen eingereicht wurden, wurde im neuen Jahr angesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der eingereichten Schlichtungsbegehren verdoppelt. Der Ausgang der Verfahren ist sehr unterschiedlich und kaum lenkbar. Eine entscheidende Rolle, ob eine Einigung zustande kommt oder nicht, liegt massgeblich bei den betroffenen Parteien, aber auch am Inhalt des Schlichtungsbegehrens.

Ein Grossteil aller Gesuche an die Schlichtungsbehörde hat mit einer Uneinigkeit betreffend einer Kündigung oder mit Streitigkeiten betreffend Mietzins, Mängel oder offenen Zahlungsforderungen zu tun.
Kultur
Kulturförderung des Vereins ThurKultur
Die Gemeinde Sirnach ist Mitglied des Vereins ThurKultur. Sie beteiligt sich mit CHF 1.00 pro Einwohner/-in und Jahr. Aus diesem Topf werden auch Kulturveranstaltungen innerhalb der Gemeinde Sirnach mitfinanziert. Im Jahr 2023 wurden folgende Gesuche um Kulturförderbeiträge behandelt:
| Projekt | Gemeindeanteil | ThurKultur | ||
|---|---|---|---|---|
| „Der Glöckner von Notre Dame“ Kulturverein Rexers SonderMüll, Amriswil |
CHF | 1’000.00 | CHF | 1’000.00 |
| Triado Mitsingkonzerte TRIADO, Münchwilen |
CHF | 250.00 | CHF | 250.00 |
| Ostschweizer Solisten und Ensemble Wettbewerb Verein OSEW, Sirnach |
CHF | 3’500.00 | CHF | 3’500.00 |
| Konzertreihe Singsong Chor & Band Singsongchor, Münchwilen |
CHF | 300.00 | CHF | 1’000.00 |
| Vinyl-/Digital-LP «Rolling Dice» JAR – Reggae-Band / Raphael Mäder, Winterthur |
CHF | 750.00 | CHF | 1’500.00 |
| Jubiläum 40 Jahre Egger Hobbychor, Wiezikon |
CHF | 500.00 | CHF | 500.00 |
| Wildjodel CD Taufe Sonja Morgenegg, Münchwilen |
CHF | 1’000.00 | CHF | 1’000.00 |
| Dreikönigskonzerte bei Kerzenlicht Cornelius Bader, Sirnach |
CHF | 1’500.00 | CHF | 1’500.00 |
| Total | CHF | 8’800.00 | CHF | 10’250.00 |
Sirnacher Ehren-Galerie 2023
| Person / Verein | Wettkampf | Auszeichnung | ||
|---|---|---|---|---|
| Mattia Sciara | Europameisterschaften im Akrobatikturnen (Kategorie Mixed Pair, 11 bis 16 Jahre) in Varna/Bulgarien | Silbermedaille, erste EM-Medaille in Sportakrobatik für die Schweiz | ||
| An Polimeno | Weltmeisterschaften im Shinkyokushinkai Karate, Disziplin Kata Damen in Tokyo | 5. Platz | ||
Feuerwehr
Einsätze
Im Jahr 2023 wurde die Feuerwehr Sirnach zu 59 Einsätzen Aufgeboten. Der Bereich Technische Hilfeleistung hat sich gegenüber Vorjahr nahezu verdreifacht. Auch unsere First Responder wurden zu mehr Einsätzen Aufgeboten, deren 11. Der zehn Jahres durchschnitt liegt bei 55.6 Einsätzen. Wir hatten im 2023 mehr Einsätze wie im Vorjahr. Ein Blick auf die Einsatz Stunden zeigt, dass wir weniger Zeit benötigten für die Einsätze.
Personal
Personalbestand konnte gegenüber Vorjahr gehalten werden. Anzahl Kader Mitglieder wurde erhöht. Handlungsbedarf besteht im Verkehr. Wir Suchen Personal in dieser Gruppe.
Ausblick 2024
Simon Steinmann hat Kommando der Feuerwehr Sirnach übernommen. Zusammenarbeit im Bereich Verkehr, Absturzsicherung und Führungsunterstützung mit Feuerwehr Münchwilen. Zusammenarbeit wird weiter ausgebaut.
Der Dank geht an alle Vertreter der Behörden und Partnerorganisationen für das entgegengebrachte Vertrauen und die jederzeit gute Zusammenarbeit.
Freundliche Grüsse
Jürg Haldemann
Kommandant
Feuerwehr Sirnach
Bau und Liegenschaften
Hochwasserschutz Bachtöbelibach, Sirnach
Im Jahr 2019 konnte der Abschnitt durch die Siedlung Rütihof und der neue Kantonsstrassendurchlass unter der Fischingerstrasse realisiert werden – leider sollte dieser Abschnitt dann aber noch vier Jahre ohne Wasser bleiben. – Wegen verschärften Richtlinien der SBB für die Unterpressungen von Bahngeleisen erfuhr der Neubau des Bahndurchlasses eine Verzögerung von drei Jahren. Nachdem die Bahngeleise im Winter 2022/23 doch noch erfolgreich mit neuen Durchlassrohren unterpresst werden konnte, folgte zwischen Frühling und Sommer 2023 der Bau der noch verbleibenden verbindenden Bachstrecken zwischen dem Tobelausgang und der Fischingerstrasse sowie eines Holz- und Geschiebesammlers oberhalb des Bahndurchlasses. Mit der Bepflanzung des neuen Bachabschnittes, welche im Spätherbst 2023 erfolgte, konnte dieses Hochwasserschutzprojekt erfolgreich abgeschlossen und der Bevölkerung sowie der Natur übergeben werden.

Hochwasserschutz Weid-/Tiefwiesenbach, Busswil
Am Montag, 17. April 2023 konnte mit diesem Hochwasserschutzprojekt in Busswil gestartet werden. Rund 440m neue Leitungen mit einem Durchmesser von 300 – 1200mm werden neu verlegt. Ein neues Einlaufbauwerk für den Weidbach, ein Holz- und Geschiebefänger für den Tiefwiesenbach, sowie ein neues Auslaufbauwerk mit der Möglichkeit zur oberflächlichen Entlastung über das Wiesland werden bis zum Frühjahr 2024 erstellt. Nach Abschluss dieser Bauarbeiten ist das Siedlungsgebiet im Einzugsgebiet vom Weid- und Tiefwiesenbach vor einem allfälligen Hochwasser geschützt.

Oberdorfstrasse, Sirnach
Auf dem Streckenabschnitt der Oberdorfstrasse Nr. 1 bis Nr. 13 konnte die Strassensanierung in der 2. Jahreshälfte erfolgreich abgeschlossen werden. Der notwendige Deckbelag kann aber erst im neuen Jahr 2024 eingebaut werden. Auf Grund der Grabarbeiten ist es sinnvoll, diesen erst zu einem späteren Zeitpunkt auszuführen, damit natürliche Senkungen in der Auffüllungen erfolgen können.
Kanalisationsneubau Rosensteig, Sirnach
Damit keine Kanalisationsüberlastung im Rosenbergquartier entsteht, musste eine neue Schmutzabwasserleitung im Rosensteig verlegt werden. Die Bauarbeiten begannen am 02. Mai 2023 und bereits anfangs September 2023 abgeschlossen werden.
Kanalistionsvergrösserung Knoten Oberhofenstrasse, Sirnach
Am Montag, 28. August 2023 starteten die Tiefbauarbeiten der Vergrösserung der Schmutzabwasserleitung von Schleuderbetonrohren mit einem Durchmesser von 900mm auf neu GUP (glasfaserarmiert, ungesättigte Polyesterharze) Rohre von 1100mm Durchmesser.
Gleichzeitig mit dieser Kanalisationsvergrösserung startete auch die Strassenumgestaltung Oberhofenstrasse, welche die 3. und letzte Etappe des Gesamtprojektes «Spange Hofen plus» ist.

Abfallbewirtschaftung
Die Umsetzung auf Unterflurbehälter (UFB) wird jedes Jahr kontinuierlich erweitert. Im 2023 kamen 7 weitere Behälter dazu. Somit ist der grösste Teil von Sirnach mit Unterflurbehälter ausgestattet.
Werkhof / Freizeit
Die Grillstelle beim Schützenhaus in Sirnach musste auf Grund des Alters und des Zustandes gesamterneuert werden. Die dazugehörige handwerklichen Arbeiten wurden durch das Werkhofteam der Gemeinde Sirnach professionell und im Eilzugstempo erledigt. Bereits Ende März wartete die neue Grillstelle auf die ersten Grilleure.

Laut Bericht der Baukommission 2023 wurden total 144 Geschäfte in 12 Sitzungen behandelt. Die Anzahl der Baugesuche hat wesentlich abgenommen.
| 2021 | 2022 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| Behandelte Geschäfte total | 160 | 164 | 144 |
| Eingaben nach Verfahrensart | |||
| Ordentliches Verfahren | 156 | 144 | 111 |
| Vereinfachtes Verfahren | 28 | 24 | 13 |
| Bauanfragen | 5 | 9 | 10 |
| Total | 189 | 177 | 134 |
| Art der Bauten | |||
| Neubauten | 18 | 12 | 6 |
| An- und Umbauten, Kleinbauten | 137 | 165 | 118 |
| Total | 155 | 177 | 124 |
| Summen | |||
| Deklarierte Bausummen | 110’361’272 | 67’295’300 | 46’046’500 |
| Baubewilligungsgebühren | 114’635 | 174’378 | 84’831 |
| Kanalisationsanschlussgebühren | 178’049 | 447’566 | 157’500 |
Neue Zusammensetzung der Baukommission
Durch die Neuwahlen im Frühling 2023 hat sich die Zusammensetzung der Baukommission wesentlich verändert. Nebst einem neuen Präsidenten sind zusätzlich drei neue Mitglieder im Amt. Die neue Mitglieder haben sich bereits gut integriert, bringen sich ein und zusammen mit den langjährigen Mitgliedern ist wieder eine gute Kommission entstanden.
Natur- und Landschaftsschutz
Grünraumkonzept/Vorteil naturnah
Um die Biodiversität zu fördern, wurde entschieden, alle gemeindeeigenen Flächen im Siedlungsgebiet von konventioneller zu naturnaher Pflege in vier Etappen umzugestalten. 2023 wurde die letzte der vier geplanten Etappen umgesetzt. Das Projekt soll 2024 weitergeführt werden. Dabei soll geprüft werden, welches Potential bei den Schulanlagen besteht.
Geschützte Naturobjekte
Erneut wurden auf dem jährlichen stattfindenden Rundgang der Flur-, Landschaftsschutz- und Unterhaltskommission (FLUK) von diversen geschützte Objekte deren Zustand beurteilt, umgesetzte Pflegemassnahmen überprüft oder wenn Massnahmen für deren Erhalt notwendig waren, diese in die Wege geleitet.
Neue Unterschutzstellung von wertvollen Bäumen im Siedlungsgebiet
Im aktuellen Schutzplan sind grösstenteils Bäume unter Schutz gestellt, die sich ausserhalb des Baugebiets befinden. Im Februar 2021 hat der Gemeinderat auf Antrag der FLUK beschlossen, einige, sorgfältig ausgewählte, gesunde, alterungsfähige und somit wertvolle Bäume im Siedlungsgebiet unter Schutz zustellen. Im April 2022 wurden durch einen Baumspezialisten rund 150 schützenswerte Bäume innerhalb des Siedlungsgebietes aufgenommen. Davon wurden wiederum 50 Bäume einzeln angesehen. Die Flur- und Landschafts- und Unterhaltskommission der Gemeinde Sirnach hat anschliessend dem Gemeinderat einen Vorschlag für die Unterschutzstellung der ersten zehn Bäume unterbreitet. Es ist geplant, auch im 2024 weitere wertvolle Bäume im Siedlungsgebiet unter Schutz zustellen.
Zonenplanänderung / Gestaltungsplan «Fuchsbüel»
Die geplante Deponieerweiterung im «Fuchsbüel» erfordert als erstes eine Zonenplanänderung und einen Gestaltungsplan. Diese wurden am 18.01.2023 beim Amt für Raumplanung (ARE) zur Vorprüfung eingereicht. Am 06. März 2023 wurde mit einer Informationsveranstaltung die öffentliche Mitwirkung dazu gestartet. Die innerhalb der Frist bis am 26. März 2023 eingegangenen Hinweise aus der Bevölkerung und die vom ARE festgehaltenen Anpassungen sind anschliessend planerisch eingearbeitet worden. Vom 02. Bis 21. Juni 2023 sind die Pläne öffentlich aufgelegt worden. Die in dieser Zeit eingegangen Einsprachen wurden in der Folge mit der Gesuchstellerin und den Einsprechern verhandelt. Dabei konnte in beiden Fällen eine Einigung erzielt werden, sodass die Einsprachen zurückgezogen wurden. Die Zonenplanänderung wurde an der Urnenabstimmung vom 26.11.2023 gutgeheissen. Anschliessend wird 2024 der Gestaltungsplan beim Kanton zur Genehmigung eingereicht.
Gestaltungsplan Hofen
An fünf Sitzungen wurden jeweils laufende Überarbeitungen des aus dem Richtprojekt generierten Gestaltungsplan-Entwurf und die entsprechenden Sonderbauvorschriften besprochen. Dabei zeigte sich, dass die unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Grundeigentümer einige Kompromisse erfordert, welche noch nicht alle abschliessend gefunden bzw. geklärt werden konnten und somit die angestrebte Version zur kantonalen Vorprüfung erst im Frühjahr 2024 vorliegen wird.
Gestaltungsplan Breite
An seiner Sitzung vom 25. Januar 2023 hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Erarbeitung des Gestaltungsplan Breiti durch ein vom Gemeinderat eingesetztes Gremium begleitet werden soll. An der Besprechung vom 20. März 2023 wurde der Grundeigentümer, Investor und Projektverfasser (Häberlin AG) darüber in Kenntnis gesetzt. In der Folge stellte dieser an einer ersten Sitzung am 30. Mai 2023 dem Begleitgremium erste Studien für die Planung des Areals vor.
Anhand der Stellungnahmen des Begleitgremiums erarbeitet der Projektverfasser konkretere Projekt-Versionen als Basis für den Gestaltungsplan.
Änderung / Aufhebung Gestaltungsplan Butzenloh
Im Zusammenhang mit der Prüfung zur Aufhebung des Gestaltungsplan Butzenloh haben die Grundeigentümer zusammen mit Gemeindevertretern und Planern verschiedene Lösungsvarianten besprochen, die der Planer anschliessen in unterschiedlichen Planvarianten umsetzte. Während dieses Prozesses hat sich der Gemeinderat zweimal mit der viel besprochenen Langsamverkehrserschliessung auseinandergesetzt und schliesslich beschlossen diese nicht zu realisieren.
Daraufhin haben sich die Grundeigentümer auf eine Ausführungsvariante und die damit verbundenen Kostenaufteilung geeinigt. Somit wird der Weg frei für die Erarbeitung des Planungsberichtes zur Aufhebung des Gestaltungsplans.
Gestaltungsplan Wurzwallen
Vom 03. bis 22. Februar 2023 ist der Gestaltungsplan öffentlich aufgelegen. Die daraus hervorgegangene Einsprache konnte in einem klärenden Gespräch mit dem Einsprecher beigelegt werden. In der Folge wurde der Plan bei den kantonalen Behörden zur Genehmigung eingereicht. Gleichzeitig hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 19. April 2023 die Planungsarbeiten für die Erarbeitung der Erschliessung vergeben. Mit Entscheid Nr. 43 des ARE vom 13.07.2023 wurde die Genehmigung des Gestaltungsplans erteilt. Dieser wurde an seiner Sitzung vom Gemeinderat vom 23. August 2023 formell Inkraft gesetzt.
Zone+ Winterthurerstrasse
Im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Winterthurerstrasse bietet sich die Möglichkeit nicht nur die Strasse selbst, sondern auch die Bebauungsentwicklung entlang des Strassenzugs zu betrachten. Dafür wurden mit rund 20 Grundeigentümern Gespräche geführt. In denen wurde, neben der für die Gestaltung der Strasse erforderlichen Landabtretung, auch die Möglichkeit einer optimierten Grundstücksnutzung anhand der Möglichkeiten der neu zu begründenden Zone+, erörtert. Es ist vorgesehen das neue Planungsinstrument als überlagernde Zone in den Zonenplan einzubinden. Nach ersten positiv verlaufenen Gesprächen mit dem ARE sind nun die juristischen Abklärungen im Hinblick auf die Kompatibilität mit dem Planungs- und Baugesetz im Gang.
Umbau und Sanierung Lehrerzimmer und Büro Schulleitung Sekundarschulzentrum Grünau
Im Sekundarschulzentrum Grünau erstrahlt das ehemalige Archiv und Lehrerzimmer im Erdgeschoss in neuem Glanz. Die Räume wurden in ein Vorbereitungs-/ Sitzungszimmer, in ein Lehrerzimmer mit Lounge Bereich und in ein Schulleiterbüro umgestaltet. Die für den Umbau gewählten Materialien wie die hölzerne Wand- und Deckenverkleidung und die dazu gewählten dezenten Farben lassen die Räumlichkeiten in natürlicher Eleganz erscheinen.

Beleuchtungen ersetzen durch LED
Im Zusammenhang mit der Energiestrategie 2050 werden die Leuchtmittel der gemeindeeigenen Liegenschaften fortlaufend auf LED Technologie umgerüstet. Der Verbrauch von LED-Leuchtmitteln ist deutlich geringer als bei herkömmlichen Beleuchtungsquellen. So kann Energie eingespart werden ohne dass dabei auf ein helles Raumlicht verzichtet werden muss.
Neue PV-Anlagen für die Gemeinde mit Unterstützung von Energie-Schweiz
Die Gemeinde Sirnach besitzt im Gemeindegebiet diverse Liegenschaften mit verschiedenen Nutzungsarten wie Verwaltung, Schulen, Geschäftsräume und Wohnen. Aktuell sind drei Liegenschaften mit einer PV-Anlage ausgestattet. Im Rahmen des Projekts «Photovoltaik Anlagen der gemeindeeigenen Liegenschaften» wurde, unter der Schirmherrschaft von Energie-Schweiz, in Zusammenarbeit mit der EW Sirnach AG, eine Machbarkeitsstudie erstellt. Energie-Schweiz fördert entsprechende Studien in einem speziellen Programm «Machbarkeitsstudie für die Installation von PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden». Sirnach will eine Vorbildfunktion übernehmen und in den nächsten Jahren erneuerbare Energie-Produktionsanlagen bauen, betreiben und unterhalten.
Unterhalts-/Wartungsarbeiten
Nebst den oben genannten Bau- und Unterhaltsprojekten wurden zahlreiche kleinere Unterhalts-, Instandstellungs- und Reparaturarbeiten an Gemeinde- und Schulliegenschaften ausgeführt und damit die Werterhaltung der Liegenschaften sichergestellt. Der Arbeitsanfall im Bereich Liegenschaftsunterhalt wird in den kommenden Jahren durch zahlreiche Sanierungs- und Umbauprojekte nicht abnehmen.
Liegenschaftsbewirtschaftung
Die Gemeinde Sirnach ist auch im Immobilienbereich tätig. Die Abteilung Bau & Liegenschaften verwaltet diverse gemeindeeigene Wohnungen, Büro- und Lagerräume, Garagen und Parkplätze. Es macht Freude, teils mit langjährigen Mieterinnen und Mietern – seien dies Privatpersonen oder verschiedene Institutionen – zusammenzuarbeiten. Mietobjekte wie Wohnungen und Garagen oder Parkplätze können sehr gut vermietet werden. Es sind wenig Leerstände zu verzeichnen.
Hauswartung
Auch im 2023 durfte die Gemeinde Sirnach auf das bewährte Hauswarte- und Reinigungsteam zählen. Dieses arbeitet in Liegenschaften, in denen gewohnt, gearbeitet, gelernt oder manchmal auch gefeiert wird. Die Aufgaben sind vielfältig: Unterhaltsarbeiten, Ordnung halten, Reparaturen, Arealpflege, Kontaktpflege mit Nutzerinnen und Nutzern und der Eigentümerschaft. In diesem Umfeld werden die Hauswarte verschiedenen Ansprüchen und Forderungen ausgesetzt. Saubere Schulhäuser und Pausenplätze, eine ansprechende und gepflegte Umgebung, dies wird von den Hauswarten und dem Reinigungsteam erwartet. Graffiti, Schäden durch mutwillige Zerstörung, Moosbefall, Verschmutzung durch Russ, Staub, Flechten oder Pflanzen an Fassaden werden immer vielfältiger und die Reinigung wird entsprechend anspruchsvoller.
Soziale Dienste
Gesetzliche Sozialhilfe
Im Jahr 2023 wurden insgesamt 138 Personen (89 Klienten / 49 Mitunterstützte) mit Sozialhilfeleistungen unterstützt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Erhöhung um 18%.
Nettoaufwand Sozialhilfe
Obwohl die Fallzahlen im Jahr 2023 etwas angestiegen sind, fällt der Nettoaufwand pro Fall gegenüber dem Vorjahr etwas tiefer aus.
Kostenentwicklung pro Fall
Die Netto-Unterstützungsaufwendungen für die gesetzliche Sozialhilfe (ohne Asylbewerber) betragen CHF 94.60/Einwohner*in bei 8’069 Einwohnern per 31. Dezember 2023 (Vorjahr CHF 92.-/Einwohner*in). Vorübergehende Notsituationen, die zu Sozialhilfeunterstützungen geführt haben, konnten vermehrt mit Grundpfandverschreibungen gesichert werden. Somit werden die bezogenen Sozialhilfeleistungen vollumfänglich zurückerstattet, sobald die Liegenschaft verkauft werden konnte.
Alimentenbevorschussung
Im Jahr 2023 wurden 16 Personen/Familien mit Alimentenbevorschussung unterstützt. Die nach wie vor tiefe Einbringquote hat damit zu tun, dass nur Fälle als Alimentenbevorschussungsdossiers geführt werden, wenn die laufenden Alimente nicht vollständig oder rechtzeitig bezahlt werden. Alle anderen Fälle werden, falls notwendig, als Alimenteninkassofall geführt.
Asylwesen
Im Jahr 2023 haben 30’223 Personen in der Schweiz ein Asylgesuch gestellt, 5’712 mehr als im Jahr 2022 (Zunahme mehr als 20% gegenüber Vorjahr). Wichtigstes Herkunftsland im Jahr 2023 war wieder Afghanistan mit 7’934 Gesuchen. Weitere wichtige Herkunftsländer waren die Türkei, Eritrea, Algerien und Marokko.
Der Verteilschlüssel Asyl für den Kanton Thurgau wurde im Laufe des Jahres 2023 von 0.40% auf 0.50 % der Wohnbevölkerung erhöht. Dies bedeutete für Sirnach, dass per 31. Dezember 2023 einen Soll-Bestand von 40 Personen erfüllt werden muss (Vorjahr Soll-Bestand = 32 Personen). Ende 2023 waren 24 Personen (Ist-Bestand) Sirnach zugewiesen und wurden durch die Sozialen Dienste betreut.
Schutzstatus S
Der Bundesrat hat mit Entscheid vom 01. November 2023 den Schutzstatus S bis am 04. März 2025 verlängert.
Der Verteilschlüssel für ukrainischen Personen mit Schutzstatus S betrug per 31. Dezember 2023 0.71% der Thurgauer Wohnbevölkerung. Sirnach hat somit einen Soll-Bestand von 56 Personen zu erfüllen. Ende 2023 waren in Sirnach 56 Personen (Ist-Zustand) zugewiesen.
KVG-Case-Management
Wie bereits seit rund 10 Jahren betreiben die Sozialen Dienste ein aktives KVG-Case-Management und übernehmen konsequent die offenen Verlustscheine. Trotz des reduzierten Aufwandes hat sich der Nettoaufwand gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht (2022: 41’442.81 / 2023: 65’029.10). Einerseits ist dies auf die tieferen Rückzahlungen und anderseits auch auf einen deutlich tieferen Kantonsbeitrag (80.40% gegenüber Vorjahr von 86.60%) zurück zu führen.
Sirnacher Randzeitenbetreuung (SiRabe)
Angebot
Seit dem 15. August 2022 dürfen wir in der Sirnacher Randzeitenbetreuung (SiRabe) Kinder an vier Tagen pro Woche betreuen. Die Kinder besuchen uns ab dem 1. Kindergarten bis zur 6. Klasse. Das köstlich zubereitete Mittagessen wird von dem regionalen Tannzapfenland gekocht. Wir betreuen jeden Mittag zwischen 28-40 Kinder. Das Nachmittagsangebot wird an den Bedürfnissen der Kinder mit Spielen an der frischen Luft, malen, basteln, Gesellschaftsspiel, etc. angepasst. Bei den Hausaufgaben begleiten wir die Kinder, bieten jedoch keine Nachhilfe an. Ein abwechslungsreiches Nachmittagsprogramm ist uns wichtig.
Erweitertes Angebot
Die Nachfrage wächst stetig, deshalb erweitern wir unser Angebot. Neu bieten wir jeden Morgen von 6.45 – 8.45 Uhr die Frühbetreuung an und am Mittwochmittag öffnen wir neu von 11.45 – 13.30 Uhr.
Wir freuen uns auf weitere strahlende Kinderaugen, die wir bei uns begrüssen dürfen.
Jugend- und Familiennetz (JuFaNe)
Während des Schuljahres 2022/23 beriet das JuFaNe in 106 Fällen.
Grund der Kontaktaufnahme
Das Sozialverhalten wurde in diesem Schuljahr vermehrt als Anmeldegrund angegeben. Probleme in der Familie und persönliche Probleme wurden hingegen weniger gemeldet.
Die Zahl der Einzelfallhilfen für Lehrpersonen stieg enorm an. Auch die Schulleitungen liessen sich etwas mehr direkt beraten. Individuell freiwillige Beratungen, sowie Elternberatungen fanden weniger statt als im vorherigen Schuljahr, mit seinem Bedarf nach der akuten Pandemiephase.
Mit folgenden Fachstellen und Organisationen pflegte das «JuFaNe» in diesem Schuljahr vernetzende Kontakte:
- Logopädie
- Schulische Heilpädagogik „SHP“
- Sirnacher Randzeitenbetreuung «SiRabe»
- Spielgruppe „Müsliburg“
- Jugendtreff Sirnach
- Jugendkafi Underground
- Sozialdiakon katholische Kirche
- Fachstelle für Kinder-, Jugend- und Familienfragen
- Perspektive Thurgau
- Schulpsychologie und Logopädie „SPL“
- Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst „KJPD“
- Externer Psychiatrischer Dienst „EPD“
- Verein Schulsozialarbeit Thurgau und Region Ost
Die vernetzende Zusammenarbeit mit der neuen Präsidentin der Spielgruppe Müsliburg, Karin Dörflinger, gestaltete sich erfreulich konstruktiv.
Gründe für Fallabschlüsse
In diesem Schuljahr gab es mit 44 noch mehr erreichte Ziele als in den Jahren zuvor. 13 Fälle wurden triagiert und 31 Fälle schulintern weiterbearbeitet. Familien von 6 Kindern/Jugendlichen zogen aus Sirnach weg.
Fazit
Der KJPD Thurgau, sowie weitere psychologisch-psychiatrische Dienstleistungen müssen zwingend ausgebaut werden, da die Wartezeiten untragbar sind! Das JuFaNe muss diese Zeiten überbrücken, was eine grosse Belastung darstellt. In weniger akuten Fällen wäre eine kontinuierliche Wahrnehmung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen über Schuljahre hinweg nötig und sinnvoll. So könnten Herausforderungen rechtzeitig bearbeitet werden. Aus Kapazitätsgründen konnte das JuFaNe keine geregelten Besuche in den Spielgruppen anbieten. Die Früherkennung oblag somit alleine den Spielgruppenleiterinnen. Eine frühzeitige fachliche Wahrnehmung und Möglichkeit zur Intervention durch die Empfehlung zur Beratung oder Abklärung wäre zu überdenken.
Jugend
Für den Bereich Kinder- und Jugendpolitik war das „JuFaNe“ wie folgt aktiv:
- Regelmässige Absprachen Leitung Soziale Dienste
- Verfassung regelmässiger informativer Artikel für „Sirnach aktuell“
- Teilnahme „Netzwerktreffen Jugendförderung“, «Netzwerktreffen Frühe Förderung» und «Guter Start in`s Kinderleben (GSIK)»
- Intervision «GSIK»
- Intervision «Kindesmisshandlung»
- Kontakt und regelmässiger Austausch Sozialberatung katholische Kirche (Informationen, Projekthinweise)
- Kontakt Spielgruppe Müsliburg
- Wahrnehmung und Austausch Sirnacher Randzeitenbetreuung «SiRabe»
- Buchtipps Bibliothek
- Informationsweiterleitung an Jugendtreffs und Kitas
- Teilnahme Sitzung „Kommission für Kinder- und Jugendpolitik Sirnach“
- Organisation Vortrag «Sexualaufklärung bei Klein- und Vorschulkindern»
- Organisation Vortrag «Pubertät – die zweite Geburt»
Schule
Die Schulkommission traf sich monatlich zu einer Sitzung. Anlässlich dieser wurden jeweils spezifische Themen der einzelnen Bereiche diskutiert und Beschlüsse gefasst.
Alle zwei Wochen tagte das Führungsteam. Dieses Gremium setzt sich zusammen aus der Schulverwaltungsleitung, den Schulleitungen und der Präsidentin der Schulkommission. Geleitet durch die strategischen Vorgaben der Schulkommission nimmt dieses Team die operative Führung wahr.
Jeweils im Frühling und Spätherbst trifft sich die Schulkommission zu einem Workshop. Anlässlich dieser Workshops werden strategische Fragen diskutiert, welche spezifischer Art sind und die eine vertieftere Auseinandersetzung erfordern, als dass dies in einer Sitzung möglich ist.
Unterschiedliche Projekte wurden im vergangenen Jahr angegangen, ausgebaut oder weitergeführt.
Politische Gemeinde Sirnach
Seit dem Zusammenschluss der Volksschulgemeinde mit der Politischen Gemeinde im Jahr 2015 ist die Schule ein Teil dieser öffentlich-rechtlichen Körperschaft.
Es ist wichtig, dass die Schule ihre Eigenständigkeit im pädagogischen Bereich – so wie es auch von Gesetzes wegen gegeben ist – behält. Nur so kann eine qualitativ hochstehende Bildung garantiert bleiben.
Nichtsdestotrotz gibt es Synergien und Ressourcen zwischen der Gemeinde und der Schule, die zum Wohle aller genutzt und fortwährend vertieft werden.
Die Digitalisierung bietet in diesem Bereich eine gewisse Erleichterung, kann aber zu einer Überflutung von Informationen führen. Diese gesellschaftliche Entwicklung fordert zusätzlich. Ein schlankes System, nach dem Motto «weniger ist mehr» und klare Schwerpunktsetzungen erleichtern die Zusammenarbeit.
Wichtige Synergien und Ressourcen können vor allem im Bereich Soziales genutzt werden. Die Sirnacher Randzeitenbetreuung «SiRabe» bietet den Eltern und den Schülerinnen und Schülern ein Angebot, welches bedürfnisgerecht genutzt werden kann. Wir sind von Seiten der Schule dankbar für dieses Angebot und die angenehme Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen. Die SiRabe ist bereits heute schon nicht mehr wegzudenken und wächst momentan stetig.
Ein wichtiger Grundstein in der Zusammenarbeit wurde auch mit der Projektgruppe «Schulsozialarbeit» gelegt. Seit anfangs Jahr sind die Verantwortlichen der Schule und Gemeinde daran, ein Konzept zu erarbeiten, welches den Bedarf an Schul- und Sozialarbeit innerhalb der Gemeinde/Schule abdeckt. Die pädagogische Ausrichtung innerhalb der Schule wird durch die Entlastung wieder wesentlich gestärkt werden.
Vision Schule Sirnach 2035
Wie schon im Vorwort erwähnt, steht die Fertigstellung der «Vision Schule Sirnach 2035» kurz bevor.
Anfangs März wurde Der Visionstext durch die Schulkommission abgesegnet und der Startschuss für das eigentliche Layout der Vision war gegeben.
Die vier Themenbereiche
- Schule als Lernort
- Schule als Lebensraum
- Schule als Arbeitsort
- Schule und Gesellschaft
bilden die Visionsschwerpunkte.
Anlässlich eines Workshops Ende April 2023 haben die Schulkommission und die Schulleitung gemeinsam – in Zusammenarbeit mit der kantonalen Schulberatung, Amt für Volksschule – einen Massnahmenkatalog erarbeitet und dementsprechend das Leitbild und den Schulentwicklungsplan angepasst.
Allgemeines
Im Jahr 2023 besuchten durchschnittlich 812.5 Schülerinnen und Schüler unsere Schule. Die durchschnittlichen Klassengrössen betrugen im Kindergarten 21.1, in der Primarschule 18 und in der Sekundarschule 18.25 Schülerinnen und Schüler. Die Schule wird auch in Zukunft darauf angewiesen sein, dass sich Eltern damit einverstanden erklären, ihre Kinder vorübergehend nicht am gewohnten Schulstandort beschulen zu lassen. Nur so kann auch in Zukunft die Schulqualität an allen Schulstandorten optimal gestaltet werden.
Wir freuen uns, dass unsere Schule von einem aktiven und kreativen Team betreut wird.
Finanzen
Die Schulkommission geht mit den ihr zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln verantwortungsbewusst um. Eine transparente Kommunikation diesbezüglich ist ihr wichtig.
Innerhalb des Budgetprozesses wurde transparent kommuniziert, diskutiert und entschieden.
Dass die Kommission ihre Verantwortung im finanziellen Bereich innerhalb ihrer Kompetenzen wahrnimmt, zeigt sich auf erfreuliche Weise in der Rechnung 2023.
Ein herzliches Dankeschön von Seiten der Schulkommission an:
- alle, die sich mit Herz und viel Engagement konstruktiv zum Wohle unserer Schule einsetzen – «ihr tragt dazu bei, dass die Schule täglich besser wird und erfüllt den Lebensraum Schule mit Freude und Herzlichkeit»,
- die SchülerInnen der Schule Sirnach für ihre aktive Teilnahme am Unterricht und ihre Leistungen,
- die Eltern für das Vertrauen, dass sie der Schule Sirnach entgegenbringen und die aktive Unterstützung ihrer Kinder und deren Lehrpersonen,
- die Kindergärtnerinnen, die Lehrpersonen, alle Fachlehrpersonen, die Logopädinnen und Heilpädagoginnen, die Leiterin des Jugend- und Familiennetzes, die Hauswarte, die Hauswartepaare und deren Mitarbeiterinnen, das Personal im Hallenbad, die Rechnungsrevisoren, die Vikare und alle, die zum täglichen Gelingen und Erfolg an unserer Schule beitragen,
- die Mitarbeiterinnen der Schulverwaltung für ihre kompetente Unterstützung und ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Schule Sirnach
- die Schulleitungen für ihre wertvolle Arbeit und ihr Engagement zugunsten einer Schule als Ort des Lernens, der Kreativität und der Entwicklung,
- die Teamleitungen, welche die Schulleitungen mit grossem Einsatz unterstützen,
- den Gemeinderat und alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für das Vertrauen, das Verständnis und die grosszügige Einstellung gegenüber den Anliegen der Schule.
Die Schule lebt und entwickelt sich nur, wenn alle am gleichen Strick in die gleiche Richtung ziehen. Insofern sind Lehrpersonen, Schulleitung und Schulkommission immer offen, für Ihre Anliegen, Ideen und Verbesserungsvorschläge.
Ein riesengrosses Dankeschön an alle.
Sehr geehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, geschätzte Eltern
Vielen Dank, dass Sie sich für den Jahresbericht 2023 der Schule Sirnach interessieren. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich das letzte Schuljahr kurz Revue passieren lassen.
Im Juni 2023 hat die Schulkommission ihre Arbeit in neuer Zusammensetzung aufgenommen. Es freut mich, dass – dank guter Vorbereitung und gegenseitiger Offenheit und Unterstützung aller – ein reibungsloser Übergang in die neue Legislatur stattfinden konnte. Die Zusammenarbeit ist geprägt von einem konstruktiven und gewinnbringenden Austausch unter- und miteinander.
Einen wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Zusammenarbeit hatten im letzten Jahr sicher auch die Schulleitungen und vor allem die Schulverwaltung, welche mit ihrer Professionalität und jahrelanger Erfahrung, wichtige Eckpfeiler im Schulalltag sind.
Rückblickend war das Jahr von verschiedenen Herausforderungen und Erfolgen geprägt. Der Lehrermangel begleitet uns und wird immer konkreter. Bis jetzt konnten sämtliche Stellen durch ausgebildete Lehrpersonen besetzt werden. Alle Beteiligten setzen sich dafür ein, dass es auch so bleiben wird. Herzlichen Dank an dieser Stelle den Schulleitungen für ihren Einsatz diesbezüglich. Wir freuen uns und sind dankbar, dass viele Lehrpersonen der Schule Sirnach – und somit auch Ihnen als Eltern und Ihren Kindern – treu bleiben und für Kontinuität und Qualität im Schulalltag sorgen.
Erfolgreiches Lernen findet an einem Ort des Vertrauens statt. Diesbezüglich danke ich Ihnen, dass Sie unserer Schule und somit allen Mitarbeitenden Ihr Vertrauen tagtäglich entgegenbringen. Ich konnte mich in meinem ersten Präsidialjahr davon überzeugen, dass sich alle an der Schule Sirnach mit viel Engagement und professionellem Einsatz für das Wohlbefinden und die Weiterentwicklung der Schülerinnen und Schüler einsetzen.
Anlässlich unserer Schulbesuche konnten wir feststellen, dass die Digitalisierung in den Schulzimmern weiter an Bedeutung gewonnen hat. In einer Zeit, in der sich der technische Fortschritt rasant weiterentwickelt, sind wir als Erwachsene immer mehr gefordert, sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen und dies auch unseren Kindern weiterzuvermitteln. Im pädagogischen Schulalltag wird diesbezüglich ein sinnvoller Umgang mit Medien vorgelebt und vermittelt. Eine Vorbildfunktion unsrer- und Ihrerseits ist für die Kinder und jungen Erwachsenen auch in allen anderen Lebensbereichen von grosser Wichtigkeit und unerlässlich.
Im letzten Jahr hat die Schulkommission das Projekt „Vision Schule Sirnach 2035“ mit Hilfe der gesamten Sirnacher Bevölkerung weiter vorangetrieben. Die Lehrpersonen haben an den Schulentwicklungstagen im September 2023 das Visionslayout, welches nach der Befragung der Sirnacher Bevölkerung entstanden ist, überarbeitet. An der Veranstaltung „Worldcafe“ im November 2023 hatten alle Eltern, Behördenmitglieder, Parteien, Vereine und Gewerbetreibenden die Gelegenheit ihre Bedürfnisse betreffend der Schulvision 2035 final einzubringen. Herzlichen Dank all denen, die diese Gelegenheit genutzt haben.
Nun steht das Visionslayout kurz vor dem Abschluss und wir freuen uns, Ihnen im Sommer das Endresultat präsentieren zu können. Gemeinsam mit Ihnen können wir uns dann in Richtung „Vision Schule Sirnach 2035“ auf den Weg machen. Eine spannende und auf allen Ebenen gewinnbringende Zeit steht uns bevor. Wir freuen uns heute schon darauf.
Wir werden Sie wie bis anhin mit Informationen über die Umsetzung der geplanten Massnahmen und alle Aktivitäten im Mitteilungsblatt „Sirnach Aktuell“ und mit Informationen auf unserer Homepage auf dem Laufenden halten.
Ich freue mich, Sie an dem einen oder anderen Schulanlass begrüssen zu dürfen.
Im Namen der Schulkommission bedanke ich mich für das entgegengebrachte Vertrauen und wünsche Ihnen beim Lesen der folgenden Jahresberichte aus den einzelnen Bereichen viel Freude und interessante Einblicke in unsere Schule. Wir freuen uns auf eine weiterhin interessante und konstruktive Zusammenarbeit.
Bis bald am nächsten Schulanlass.
Schwerpunkte
Schwerpunkte im Kalenderjahr 2023 waren die Neuwahlen für die Schulkommission und die Neubesetzung des Präsidiums und folglich die Verabschiedung unseres langjährigen Präsidenten Urs Schrepfer.
Neben vielen kleinen Höhepunkten in den Klassen wie Skilager, Klassenlager, Projekttage, etc. war das Musical der Primarschule Grünau ein Highlight der besonderen Art. Mit viel Aufwand, Engagement und Fachwissen haben die Lehrerinnen und Lehrer der Primarschule Grünau – in Zusammenarbeit mit dem Team der Band Silberbüx – ein Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler geschaffen, das unvergesslich bleibt.
Schulentwicklung/Weiterbildung
Die Lehrpersonen bilden sich kontinuierlich in den verschiedensten Interessensgebieten, an fachspezifischen Kursen und an Veranstaltungen zu neuen Lehrmitteln oder Methoden weiter. Ein fester Bestandteil der Jahresplanung sind die Schulentwicklungstage (SET), an welchen die Lehrpersonen der Gemeinde gemeinsam aktuelle Schulentwicklungsthemen bearbeiten. Sämtliche Themen haben direkt oder indirekt einen Bezug zum neuen Lehrplan Volksschule Thurgau (Lehrplan 21) oder zur neuen Beurteilung, die auf das Schuljahr 2021/22 eingeführt worden war. Diese komplexe Thematik wird uns aber sicher bis ins Schuljahr 2024/25 beschäftigen.
Weiterbildung ICT
Weiterhin gute Erfahrungen machen wir mit der internen Weiterbildung der Lehrpersonen durch die Verantwortlichen des ICT. Diese Weiterbildung richtet sich im Wesentlichen nach den Anforderungen des Unterrichts und den individuellen Fähigkeiten der Lehrerinnen und Lehrer. So kann die Weiterbildung sehr effektiv gestaltet werden.
In der Primarschule sind die Anforderungen an die Lehrpersonen des 2. Zyklus sehr hoch. Sie sind in grossen Teilen für die Entwicklung der ICT in der Primarschule verantwortlich und tragen die Hauptlast. Der Weiterbildungsstand ist hoch, muss aber immer wieder überprüft und angepasst werden. Das (ver-)
braucht viel zeitliche Ressourcen und Energie.
One to One
Seit dem Schuljahr 2021/22 werden unsere Schülerinnen und Schüler mit persönlichen iPads ausgerüstet, gleichzeitig werden die Lehrerinnen und Lehrer technisch und methodisch-didaktisch geschult. Die Einführung wurde 2023 abgeschlossen. Alle Schülerinnen und Schüler der 3. bis 9. Klassen sind jetzt mit den Geräten ausgerüstet. Den Kindergärten stehen einzelne Geräte, den 1. & 2. Klassen stehen Klassensätze zur Verfügung.
«Denk-Wege» – Programm zur Förderung personaler und sozialer Kompetenzen
Mit «Denk-Wege» haben wir einen Ersatz für Faustlos gefunden, der endlich auch den Bereich der Mittelstufenschüler abdeckt.
Die Lehrerinnen und Lehrer erlebten den Ausbildungsstart im SET im August 2023. Sie werden im laufenden Schuljahr und darüber hinaus weiter ausgebildet und gecoacht.
DENK-WEGE ist ein Präventionsprogramm für die Kindergarten- und Primarstufe,
- das systematisch sozial-emotionale, sozial-kognitive und sprachliche Kompetenzen der Kinder fördert,
- die psychische Gesundheit und Resilienz stärkt und die Lernbereitschaft der Kindererhöht, und
- nach aussen und innen gerichtetes Problemverhalten und Gewalt reduziert,
einschliesslich Mobbing.
Den Schulen bietet «Denk-Wege» einen systematischen und kumulativen Aufbau der überfachlichen Kompetenzen des Lehrplans 21 mit vielfältigen Verbindungen zu den Fachbereichen und entspricht den Good-Practice-Kriterien evidenzbasierter Prävention.
Bei der Arbeit mit DENK-WEGE unterrichten die Lehrpersonen mit dem stufenspezifischen Lehrmittel regelmässig DENK-WEGE-Lektionen in der Klasse und nutzen die Konzepte im Alltag für die Beziehungsgestaltung und das Classroom-Management. Die altersübergreifenden Prinzipien und (Handlungs-) Konzepte des DENK-WEGE-Programms werden auf der Ebene der ganzen Schule eingesetzt, auch in der Betreuung, um eine gesunde Schulkultur zu entwickeln.
Die Schulen und Teams werden vom DENK-WEGE-Fachteam der Universität Zürich mit ein- und weiterführenden Weiterbildungen und Coaching in ihrer Arbeit unterstützt.
Qualitätsentwicklung Primarschule
Kollegiale Hospitation
Die kollegiale Hospitation ist auf allen Stufen und in allen Schulhäusern ein wichtiges institutionalisiertes Instrument zur Qualitätssicherung im Schulunterricht. Ziel der Hospitation ist es, durch regelmässige geplante und gezielte Rückmeldungen und Reflexion der eigenen Tätigkeit zur Verbesserung des Unterrichts und zu einem verbesserten Wohlbefinden der Lehrpersonen beizutragen. Beim jährlichen Hospitationsbesuch werden zum Unterricht, zum Schülerverhalten und zum Lehrerverhalten gezielt Beobachtungskriterien ausgewählt, beobachtet und reflektiert. Im 2. Semester des Schuljahres 2023/24 werden wir die kollegiale Hospitation evaluieren und entscheiden, wie es damit weitergeht.
Unterrichtsbesuch und Mitarbeitergespräch
Ein nicht mehr aus der Agenda wegzudenkendes, standardisiertes Instrument der Qualitätsarbeit und der Personalführung ist das jährlich einmal stattfindende Mitarbeitergespräch, welches getrennt vom Unterrichtsbesuch der Schulleitung stattfindet.
Der Unterrichtsbesuch dient dazu, die Arbeitsweise der Lehrperson und ihrer Schülerinnen und Schülern zu beobachten und daraus Entwicklungshinweise abzuleiten. Im Mitarbeitergespräch -MAG – findet eine Standortbestimmung mit Zielvereinbarungen statt. Dabei gehen Die Schulleitung und die Lehrperson im Besonderen auf die Schwerpunktthemen Selbstkompetenz, Sozialkompetenz, Fachkompetenz und Schulentwicklung ein. Auch im letzten Jahr haben die Unterrichtsbesuche stattgefunden. Es konnte in allen Schulzimmern ein qualitativ guter Unterricht beobachtet werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten motiviert und diszipliniert mit, und in den Gesprächen konnte eine hohe Arbeitszufriedenheit und auch eine beachtliche Entwicklungsbereitschaft festgestellt werden.
Quo vadis Schule Sirnach
Lehrermangel
Die Schule Sirnach – wie auch andere Schulen im Kanton Thurgau – steht in verschiedenen Bereichen vor grossen Herausforderungen.
Der Fachkräftemangel hat auch bei den Lehrpersonen Einzug gehalten. Allerdings ist allen Beteiligten seit über 15 Jahren bekannt, dass diese Situation durch die Pensionierung der Lehrerinnen und Lehrer aus der Baby-Boomer-Generation auf uns zukommen wird. Gleichzeitig wurden auf der politischen Ebene und auf Ebene des Departementes, wie auch auf der Ebene der Pädagogischen Hochschulen keine frühzeitigen Massnahmen getroffen und eingeleitet. Es ist insofern unverständlich, dass es absehbar war und es gesicherte Zahlen darüber gab und gibt.
Zum Teil müssen andere Schulen schon jetzt auf unausgebildete Personen zurückgreifen und diese mit grossem Aufwand anleiten und betreuen.
In Sirnach sind wir – noch – in der glücklichen Lage, dass alle unsere Lehrerinnen und Lehrer entsprechend ausgebildet sind.
Für Stellvertretungen stehen immer weniger Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung. Die Schulen sind je länger, je mehr gezwungen, Lehrpersonen einzustellen, die nicht ins Profil der Schule passen und die die verlangten Qualifikationen nicht mehr vorweisen können. Diese Situation wird sich in den nächsten Jahren wohl zuspitzen.
Tendenz: Unterrichten ja, aber nicht als Klassenlehrperson
Wir stellen fest, dass es immer mehr Lehrpersonen gibt, die als Fachpersonen sehr gerne und gut unterrichten, sich aber als Klassenlehrpersonen nicht mehr zur Verfügung stellen wollen. Das hat mit dem immer grösser werdenden Aufwand in der Schüler- und Elternarbeit zu tun.
Die Eltern haben ein grosses Informationsbedürfnis und erwarten bei auftauchenden Problemen schnelle und umfassende Massnahmen und vor allem Lösungen. Das ist für Lehrpersonen sehr belastend und nimmt viel Zeit in Anspruch.
Gleichzeitig werden die Klassen immer heterogener. Die Leistungsspanne zwischen den einzelnen Schülern wird immer grösser. Damit wird auch die Herausforderung allen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden immer grösser.
Verschiebung von Aufgaben vom Kanton an die Schulen
Innerhalb des Amts für Volksschule wurde die Abteilung Schulevaluation verkleinert, resp. stark abgebaut. Es gibt jetzt eine Servicestelle Schulevaluation, die im Übrigen sehr gute Arbeit leistet. Gleichzeitig hat man aber die Aufgabe, die Schule zu evaluieren, in einem neuen Konzept an die Schulgemeinden, resp. an die Schulleitungen delegiert, was einen enormen Aufwand bedeutet, wenn man diese Aufgabe ernst nimmt und sie gut machen will. Die Verkleinerung der Abteilung Schulevaluation wurde als Sparmassnahme gefeiert. Die verbleibende Mehrarbeit hat man an die Schulen weitergereicht.
Im Kanton Thurgau fehlen Sonderschulplätze
Im Kanton Thurgau fehlen bekanntermassen Sonderschulplätze für Schülerinnen und Schüler, die separativ beschult werden müssten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler integrativ in den Regelklassen zu unterrichten. Das macht für einige Schülerinnen und Schüler absolut Sinn, aber nicht für alle.
Die Primarschulen stehen jetzt vor dem Dilemma, Schüler integrativ unterrichten zu müssen, weil keine Sonderschulplätze zur Verfügung stehen. Der Aufwand für die Klassenlehrerpersonen, Heilpädagogen und Fachlehrerpersonen, wie auch für die Schulleitungen ist enorm. Auch diese Aufgaben hat man ohne entsprechende Massnahmen an die Schulen delegiert.
Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, wie – seitens der Verantwortlichen – auf diese Veränderungen reagiert werden wird.
An dieser Stelle möchte ich meinen aufrichtigen Dank an alle Lehrpersonen, die Schulkommission, die Schulverwaltung und alle Eltern aussprechen.
Im vergangenen November war die Sekundarschule erneut aktiv am Weihnachtsmarkt beteiligt, und zwar mit sämtlichen Klassen und Lehrpersonen. Dieser gemeinsame Anlass mit der Primarschule erwies sich als äusserst erfolgreich und markierte einen gelungenen Auftakt in die festliche Adventszeit.
Der Makerspace hat sich als eine bedeutende Bereicherung für unsere Bildungseinrichtung erwiesen. Es bereitet uns Freude zu beobachten, wie Schülerinnen und Schüler vom 3. Klässler bis zum Sekundarschüler in der umgestalteten Bibliothek kreativ arbeiten, ihre Projekte planen und ihre Fähigkeiten entwickeln.
Die Mosaik-Tage an den Schulen Egg und Busswil haben wiederholt den Zusammenhalt in der gesamten Schule gefördert. Die Adventsanlässe lieferten ein beeindruckendes Beispiel für die Solidarität von Kindergarten bis zur 6. Klasse.
In der 1./2. Klasse der Schule Busswil wird Frau Barbara Studerus nun von Frau Belinda Molina unterstützt. Ebenfalls neu im Team von Busswil sind Frau Rebekka Konrad (3./4. Klasse, gemeinsam mit Nicole Moser) und Julia Mettler, die die 5./6. Klasse betreut.
In nächster Zeit wird uns insbesondere das neue Beurteilungssystem des Kantons Thurgau beschäftigen. Seit dem Schuljahr 2021/22 wird jedes Kind ganzheitlich im Zeugnis beurteilt. Dabei sind nicht nur die Noten der Prüfungen von Bedeutung, sondern der umfassende Kompetenzerwerb während des Schuljahres fliesst in die Bewertung ein. Dies stellt uns alle vor bedeutende Herausforderungen. Die Schulentwicklungstage werden genutzt, um sicherzustellen, dass alle Lehrpersonen an einem Strang ziehen. Das Ziel der Schule Sirnach ist die umfassende Förderung aller Schülerinnen und Schüler.
Des Weiteren streben wir an, die Nutzung des Makerspaces zu optimieren. In den kommenden Jahren werden wir den Unterricht kontinuierlich evaluieren und besprechen, wie wir ihn weiter verbessern können. Die Schule bleibt ein ständiges Lern- und Entwicklungsfeld.
Ich freue mich darauf, durch meine Tätigkeit ein Teil dieser fortschreitenden Entwicklung der Schule Sirnach zu sein. Gemeinsam gehen wir voran, gemeinsam können wir Nachhaltiges schaffen.
Kindergärten Sirnach und Sonderpädagogik
Neues Gewaltpräventionsprojekt «Denk-Wege»
Am Freitagnachmittag, 11.08.2023, fand in der Schule Sirnach die Startveranstaltung für unser neues Gewaltpräventionsprojekt «Denk-Wege» statt. Alle Lehrpersonen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse wurden in das Projekt eingeführt. Die Schule wird dabei von Dr. Rahel Jünger über 4 Jahre hinweg begleitet.
Das Programm «Denk-Wege» besteht seit 2005 als Angebot zur Förderung überfachlicher Kompetenzen sowie der sozialen und ethischen Erziehung. Dabei werden auch die Eltern miteinbezogen. Kern des Projektsettings, das unter anderem Schulungen und Coachings für Lehrpersonen vorsieht, ist das Lehrmittel «Denk-Wege».
Neue Lehrperson im Kindergarten
Nach intensiver Suche konnten wir Jeannine Eisele und Doris Morath in unserem Kindergartenteam begrüssen. Jeannine Eisele unterrichtet im Kindergarten Brüel 2 und Doris Morath an der Wilerstrasse (ehemals Frauenfelderstrasse).
Neuer Kindergarten in Sirnach
Der Kindergarten Frauenfelderstrasse wurde nach den Sommerferien Schritt für Schritt ausgeräumt, denn wir konnten nach langem Warten in den neuen Kindergarten an der Wilerstrasse umziehen. Viele Handwerker waren immer noch an der Arbeit und alle beteiligten Personen mussten sehr flexibel sein.
Sonderpädagogik
Logopädie
In der Zeit von August 2022 bis Dezember 2022 war die Stelle der Kantonslogopädin beim SPL Frauenfeld (zuständig für die Schule Sirnach) unbesetzt. In dieser Zeit wurden die Vorschulkinder der Gemeinde Sirnach nicht abgeklärt, es kam zu langen Wartezeiten, um einen Abklärungstermin zu erhalten. Seit Januar 2023 ist Frau Christina Inzelmann die zuständige Kantonslogopädin bei der SPL Frauenfeld. Aufgrund der unbesetzten Stelle kam es erst im zweiten Semester des Schuljahres zu neuen Zuweisungen von Vorschulkindern (7), welche allesamt schwere Spracherwerbsstörungen aufweisen und daher zwei Lektionen Therapie pro Woche benötigen. Diese Kinder können aufgrund der nicht besetzten Stelle bei der SPL Frauenfeld erst später mit der logopädischen Therapie starten.
Dieser Sachverhalt erschwert die Abarbeitung der Warteliste und die Einhaltung einer regulären Wartezeit von maximal sechs Monaten weiterhin.
Insgesamt erhielten 63 Kinder logopädische Therapie.
Davon fielen auf Vorschulkinder (7) 11.1%
auf die Kindergärten (25) 39.7%
auf die Unterstufe (27) 42.9%
auf die Mittelstufe (4) 6.3 %
auf die Sekundarstufe (0) 0 %
Heilpädagogik
Alle Schulstufen erhielten dieses Jahr durch Uwe Mitlacher, Jonas Hallauer und Stefanie Rohner zusätzliche Unterstützung in den Fächern Mathematik, Deutsch und Begabtenförderung.
Weiter wurden Schülerinnen und Schüler mit speziellen Bedürfnissen (zB. InS, ASS, ADHS) unterstützt.
Im Kindergarten bei Stefanie Rohner durchliefen insgesamt 31 Kinder den SHP-Unterricht.
Bei Jonas Hallauer durchliefen 118 Kinder den SHP-Unterricht:
Kindergärten: 48 Kinder 41%
1. Klassen: 41 Kinder 35%
1./2. Klassen: 6 Kinder 5%
2. EK: 4 Kinder 3%
3./4. Klassen: 11 Kinder 9%
5./6. Klassen: 7 Kinder 6%
6. Klasse: 1 Kind 1%
Bei Uwe Mitlacher absolvierten 78 Kinder den SHP-Unterricht:
2. Klasse: 12 Kinder 15,4%
3. Klasse: 27 Kinder 34,6%
4. Klasse: 15 Kinder 19,2%
5. Klasse: 13 Kinder 16,7%
6. Klasse: 11 Kinder 14,1%
DaZ (Deutsch als Zweitsprache) – Zielgruppe
Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) richtet sich an Kinder ohne Kenntnisse oder mit noch unzureichenden Kenntnissen der Unterrichtssprache.
Zielsetzung
Der DaZ-Unterricht vermittelt den gezielten Erwerb von Deutsch als Zweitsprache und fördert die Integration in der Schule. Er unterstützt Kinder beim Aufbau der notwendigen Kenntnisse der Unterrichtssprache, so dass sie dem Regelunterricht zu folgen vermögen und erfolgreich lernen können.
Im August 2023 startete die DaZ-Lehrerin voller Vorfreude mit 83 Stellenprozenten ins neue Schuljahr. Alle DaZ-Kinder werden im speziell dafür eingerichteten Schulzimmer im Schulhaus Silberweide unterrichtet.
Das DaZ-Pensum von 83 Prozent bedeutet 25 Lektionen pro Woche auf der Primarstufe und wurde wie folgt aufgeteilt:
Insgesamt erhielten 57 Schülerinnen und Schüler DaZ-Unterricht.
Diese Schülerzahl setzte sich wie folgt zusammen:
- 9 Kinder aus der Einschulungsklasse 2
- 18 Kinder aus der 1. Klasse
- 14 Kinder aus der 2. Klasse
- 16 Kinder, die intensiv DaZ-Unterricht erhielten, davon 9 Kinder aus der Ukraine
Eintritte
Als neue Mitarbeitende hat die Schulkommission folgende Personen eingestellt:
- Betschart Vanessa, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Berweger Sabrina, Hausaufgabenhilfe
- Eisele Jeannine, Kindergärtnerin, Kindergarten Brüel II
- Fausch Priska, Primarlehrern, Schulhaus Egg
- Fraefel Amanda, DaZ-Lehrperson Primarschule
- Hohl Angelina, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Konrad Rebekka, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Manz Sascha, Zivildienstleistender
- Mescuso Marco, Zivildienstleistender
- Mettler Julia, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Molina Belinda, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Morath Doris, Kindergärtnerin, Kindergarten Frauenfelder/Wilerstrasse
- Munz Noel, Zivildienstleistender
- Die Schulkommission und die Schulleitungen wünschen allen neuen Mitarbeitenden viel Freude und Erfolg bei ihrer Tätigkeit an unserer Schule.
Austritte
Auch im Jahr 2023 waren im personellen Bereich erneut einige Wechsel zu verzeich-nen. Die Gründung einer Familie, Weiterbildungen, Fernweh, Pensionierungen oder der Wunsch nach einer neuen Herausforderung waren Gründe dafür.
Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unsere Schule verlassen:
- Brunner Christoph, Primarlehrer, Schulhaus Busswil
- Bürgi Bettina, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Herzig Maya, Schulhaus Busswil
- Hofstetter Sabrina, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Hürlimann-Flück Andrea, Primarlehrerin, Schulhaus Grünau
- Krähenbühl Linda, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Mitrovic Nikola, Zivildienstleistender
- Moser Janis, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Qizmolli Aledin, Fachlehrperson, Sekundarschulzentrum
- Ruckstuhl Manuela, Kindergarten Brüel II
- Schneider Nathalie, Primarlehrerin, Schulhaus Busswil
- Stadler Leonie, Praktikantin
- Walzthöny Annemarie, Fachlehrerin TW, Schulhaus Grünau
Die Schule dankt allen ausgetretenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für ihr grosses Engagement und wünscht ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.
Dienstjubiläen
Die Schulkommission und die Schulleitungen durften zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich zum Dienstjubiläum gratulieren:
Cuendet Fabienne, 10 Jahre
Joller Severine, 10 Jahre
Keller-Wattinger Astrid, 10 Jahre
Knobel Fabienne, 10 Jahre
Schlatterbeck Hendrike, 10 Jahre
Weber Simon, 10 Jahre
Berger Hildegard, 10 Jahre
Brunschwiler Beatrice, 15 Jahre
Mayer Silvia, 15 Jahre
Bärtschi Pia, 20 Jahre
Feusi Sonja, 20 Jahre
Stadler Ruth, 20 Jahre
Buchmann Thomas, 20 Jahre
Rüegg Doris, 30 Jahre
Qualitätsmanagement in der Schule
Die Schulentwicklungsplanung, die jährlich von der Schulentwicklungskommission und von der Schulkommission verabschiedet wird, legt die strategischen Leitlinien für den Schulbetrieb fest. Die „Qualitätsgruppe“, bestehend aus vier Lehrpersonen aller Stufen und den drei Schulleitungen, ist für diesen Prozess verantwortlich. Die Leitung der Kommission liegt bei einem Mitglied der Schulkommission. Die Qualitätsgruppe identifiziert relevante Themen im schulischen Kontext, leitet daraus Entwicklungsprojekte und Massnahmen ab und stellt sie der Schulkommission vor.
Die Schwerpunkte liegen auf Organisation, Unterrichtsqualität, Schulumfeld, Präventionsarbeit, Führung und Infrastruktur, wobei alle Kindergärten und Schulhäuser in Sirnach, Busswil und Wiezikon/Egg vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe einbezogen werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der frühkindlichen Förderung, dem neuen Konzept des Makerspace, das Lernen und eigenständiges Arbeiten betont. Im letzten Jahr forderte erneut die Umsetzung des neuen Beurteilungsreglements die Ressourcen der Schulleitungen und der Lehrpersonen. Ein ständiges Thema in der Schulentwicklungskommission ist die rollende Schulraumplanung unter Berücksichtigung der demografischen, baulichen und pädagogischen Entwicklung.
Die regelmäßige Bewertung der Schulqualität ist ein integraler Bestandteil der Führungskultur an der Schule Sirnach. Die daraus resultierenden Massnahmen zur Erhaltung oder Verbesserung werden von der Schulentwicklungsgruppe behandelt. Ein wesentlicher Aspekt dieser Kultur ist der Austausch mit den Eltern. Ihre Anregungen werden, soweit möglich, berücksichtigt und im Rahmen der schulischen Möglichkeiten sowie des Lehrplans umgesetzt.
Lehrerzimmer Sekundarschulzentrum
Im Erdgeschoss des Sekundarschulzentrums befinden sich das Lehrerzimmer sowie die Vorbereitungs- und Druckerräume für die Lehrpersonen. Ebenfalls existierte ein sehr grosses Rollregal, das kaum mehr genutzt wurde, aber viel Platz beanspruchte. Durch das Entfernen des Rollregals sowie durch die Neueinteilung dieser Räumlichkeiten wurde das Lehrerzimmer neu gestaltet. Auch das Büro der Schulleitung und ein Besprechungszimmer haben neben dem Lehrerzimmer Platz gefunden. Ein komplett neues Farbkonzept sowie der dominierende Baustoff Holz führen zu einem motivierenden Raumgefühl.
Neuer Kindergarten Wilerstrasse
Der neue Kindergarten im Pfarreizentrum der katholischen Kirche konnte nach den Herbstferien mit einer Verzögerung von über drei Monaten endlich bezogen werden. Die Bauphase verlief schwierig und teilweise unkoordiniert, so dass wir für den Kindergarten teilweise im direkten Kontakt mit den Unternehmern Lösungen finden mussten, um den Kindergarten-Betrieb zumindest nach den Herbstferien starten zu können. Selbst in den Sportferien 2024 mussten noch Fertigstellungsarbeiten ausgeführt werden.
Dem überdurchschnittlichen Einsatz der Abteilung Bau & Liegenschaften sowie der zuständigen Hauswartin, der Kindergärtnerin und der Schulleitung ist es zu verdanken, dass die Kindergartenkinder in sehr schönen, hellen und freundlichen Räumlichkeiten, welche die Anforderungen der Schule erfüllen, unterrichtet werden können.
Die Gemeinde Sirnach, hat den Kindergarten von der katholischen Kirchgemeinde, die Bauherrin war, gemietet.
Turnhalle Birkenweg
Nachdem der Planungskredit für die Durchführung eines Gesamtleistungswettbewerbs für die neue Dreifachturnhalle an der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2022 genehmigt wurde, haben wir umgehend mit der Ausschreibung begonnen. Auf diese gab es 12 Bewerbungen, von denen wir dann fünf zur Ausarbeitung eines Projektes ausgewählt haben.
So konnte bereits im Spätherbst die Jurierung stattfinden. Die Planungskommission holte sich mit Valentine Schwager, Architektin, Sirnach, und Marcel Kielholz, Bauingenieur, Busswil, fachliche Verstärkung für diesen wichtigen Schritt.
Nachdem sich auch der Gemeinderat der Meinung der Planungskommission angeschlossen hatte, konnte an der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember 2023 das Siegerprojekt kommuniziert werden. Es stammt von der Firma Krattiger Holzbau AG aus Amriswil. Mit der Auslobung ist das Vorhaben aber noch nicht erledigt, die eigentliche Arbeit folgt erst. An einer Urnenabstimmung im Juni 2024 wird über diese für Sirnach grosse Investition befunden.
Freizeitkurse
Im Rahmen der Freizeitkurse bot die Schule den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, abwechslungsreiche und spannende Freizeitaktivitäten auszuprobieren. Das Ziel der Schule Sirnach ist es, stets ein breites Angebot an verschiedenen Kursen auszuschreiben. Dabei sind wir auf eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Kursleitungen angewiesen.
Mitteilungsblatt Sirnach Aktuell
Dank den monatlichen Berichten im SirnachAktuell erhalten alle Sirnacherinnen und Sirnacher Einblicke in die Schule. Beim Lesen der interessanten Berichte wird klar, dass nebst dem Erlernen von Rechnen und Schreiben längst mehr an der Schule stattfindet. Sei es ein Skitag, ein Besuch im OSTLAB, die Teilnahme an den RobOlympics oder eine Exkursion ins Kunsthaus. Monat für Monat fällt auf, wie viel Freude und Engagement die Lehrpersonen in einen abwechslungsreichen Lernalltag investieren.
Bibliothek, Musikschule Hinterthurgau, KKJPS
Die Mitarbeit in den Kommissionen zeigte, wie vielseitig das Angebot in der Gemeinde ist. Sei es ein Harfenbaukurs der Musikschule Hinterthurgau, ein Vortrag von Herrn Bornhauser zum Thema KI oder die «Gschichte-Chischte mit Klangschale» in der Bibliothek. Die Zusammenarbeit in den Kommissionen – über den «normalen» Schulalltag hinaus – ist wichtig und sehr wertvoll, weil Synergien genutzt werden können und auch die Schülerinnen und Schüler davon profitieren.
Im vergangenen Jahr haben wir Fortschritte in verschiedenen Bereichen erzielt und wichtige Entwicklungen innerhalb der Schule Sirnach vorangetrieben.
Umstellung auf das neue APP Pupil Connect
Eine der grösseren Veränderungen im vergangenen Jahr war die Umstellung auf das neue APP Pupil Connect. Diese Plattform ermöglicht es nun, sich an mehreren Schulen anzumelden und bietet erweiterte Funktionen für eine verbesserte Interaktion und Kommunikation. Diese Umstellung wurde erfolgreich durchgeführt und hat unseren Schulalltag effizienter gestaltet.
Migration von LehrerOffice zu einem neuen Hoster
Wir haben das Projekt zur Ablösung von LehrerOffice erfolgreich abgeschlossen, indem wir es zu einem neuen Hoster migriert haben. Dies ermöglicht es uns, LehrerOffice weiterhin zu nutzen und von seinen Funktionen zu profitieren, ohne dabei auf größere Probleme zu stoßen. Die Migration verlief reibungslos.
Fortführung des Projekts One to One
Das Projekt One to One ist nun erfolgreich in den regulären Zyklus übergegangen, und wir setzen es wie geplant fort. Diese Initiative hat es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, den Zugang zu personalisierten Lernressourcen und digitalen Tools zu verbessern, was zu einer bereichernden Lernerfahrung führt.
Sensibilisierung der Lehrpersonen für ChatGPT
Mit einem Referat von Lars Nessensohn, Fachstelle Medien und Informatik, haben wir die Lehrpersonen über die Möglichkeiten und Herausforderungen von ChatGPT informiert und sie für den pädagogischen Einsatz dieser Technologie sensibilisiert.
Insgesamt war das Jahr 2023 ein Jahr des Fortschritts und der Innovation für unsere Schule. Wir danken allen Beteiligten für ihre effiziente Arbeit und ihren Einsatz.
Wir freuen uns auf weitere Erfolge im kommenden Jahr.






















